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In letzter Zeit stößt man auf Social Media immer häufiger auf den Begriff „stoic“. Aber was genau soll, zu deutsch, stoisch bedeuten? Was genau verbirgt sich hinter diesem mystischen Begriff?

Das Google Wörterbuch spuckt folgende Definition aus::

sto̱·isch
Adjektiv
so, dass man nicht leicht die Ruhe verliert oder sich aufregt.
"Er hat alles mit stoischer Gelassenheit ertragen.“

Stoische Gelassenheit, wer hätte das manchmal nicht? Bei Stoizismus handelt es sich um eine griechische Philosophie, die besonders durch den römischen Kaiser Marc Aurel und die Philosophen Seneca und Epiktet bekannt wurde.
Grundgedanke des stoischen Lebensstils, auch Stoa genannt, ist die Erkenntnis, dass manche Dinge von uns kontrolliert werden können und manchen eben nicht, und das einzige was wir wirklich kontrollieren können ist Geist und Verstand. Das kognitive Wohlbefinden wird dabei vollkommen von unseren Gedanken gesteuert. Der amerikanische Psychologe Albert Ellis sagte hierzu einmal ziemlich treffend:
 
„Es sind nicht die Ereignisse, die die Menschen beunruhigen, sondern die Beurteilung darüber ist was ihnen zu schaffen macht.“

Albert Ellis

 

Besonders für Menschen, die häufig unter hoher Anspannung stehen, wie Profisportler oder Entrepreneure, nutzen Stoa um daraus Kraft zu gewinnen. Daher wundert es nicht, dass zu den überzeugten Vertretern von Stoizismus unter anderem Beststeller Autor und Silicon Valley Investor Tim Ferriss, Pete Carroll, der Head Coach des Football Team Seattle Seahawks, oder Theodore Roosevelt, ehemaliger Präsident der USA gehören.

Da die Stoa sich als Praktik versteht, haben die Autoren Ryan Holiday und Stephen Hanselman das Buch „Der tägliche Stoiker“ verfasst und die Erkenntnisse von Aurel, Seneca und Epiktet zu täglichen Portionen Weisheit aufgeteilt.


In der folgenden Galerie findest du nach diesem Prinzip eine Weisheit für jeden Tag der Woche, die dir helfen mithilfe stoischem Denken eine bessere, belastungsfähigere und friedlichere Woche zu haben. Viel Erfolg dabei!
Wenn du deine Erkenntnisse dokumentieren und teilen möchtest, nutze den Hashtag des jeweiligen Tages. So kannst du dich mit anderen austauschen, um gemeinsam Meister des positiven Denkens zu werden.
 

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  • Montag – Rise and shine


    „An dem Morgen an dem es dir schwer fällt aufzustehen, denke an folgendes - Ich wache auf um meine Arbeit als menschliches Wesen zu tun. Warum sollte ich denn genervt davon sein, das zu tun, für was ich hier auf dieser Welt bin? Oder bin ich wirklich hier um unter der warmen Decke zu kuscheln? Es ist zwar angenehm, aber ehrlich gesagt bist du hier zum verhätscheln oder dich selber geltend zu machen?“
    - Mark Aurel,"Selbstbetrachtung," 5.1

    Niemand mag Montage. Daher ist es tröstlich zu wissen, dass sogar vor 2000 Jahren der Römische Kaiser (der Berichten zufolge an Schlaflosigkeit litt) sich selber aufmuntern musste, um die Willenskraft zu haben aufzustehen.
    Von dem Moment an, an dem wir das erste Mal zur Schule müssen bis zu dem Tag an dem wir uns zur Ruhe setzen, haben wir immer dieselbe Anstrengung. Es ist immer einfacher den Snooze Button ein paar Mal zu drücken und die Augen wieder zu schließen.
    Wir haben aber eine Aufgabe zu erledigen, nicht nur unsere berufliche Tätigkeit, sondern auch die von Stoikern oft genannte „höhere Wohl“. Wenn wir nicht aufstehen, können wir weder uns selbst, unserem Umfeld noch etwas Anderem dienen.
    Daher auf geht´s! Geh duschen, trink eine Tasse Tee und leg los - je früher desto besser!

    #TGIM
  • Dienstag – Bereite dich auf Negativität vor


    „Wenn du morgens wach wirst, sag zu dir: Mir werden Wichtigtuer, Egoisten, Lügner eifersüchtige und undankbare Menschen begegnen. Sie alle leiden an diesem Trübsal weil sie den Unterschied zwischen Gut und Böse nicht kennen. Da ich die Schönheit von Gut und die Hässlichkeit von Böse verstanden habe, weiss ich, dass diese Missetäter mir trotzdem ähnlich sind und dass sie mir kein Leid antun oder mich in diese Garstigkeit verwickeln können. Genauso wenig kann ich verärgert mit ihnen sein oder sie hassen. Wir sind zum kooperieren gemacht .“
    - Mark Aurel, "Selbstbetrachtung," 2.1

    Du wirst irgendwann heute mit jemanden zu tun haben, der auf dich den Eindruck eines Trottels macht. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Die Frage ist: Bist du bereit dafür?
    Diese Übung beruht auf einem Witz des Autors Nicolas Chamfort aus dem 18. Jahrhunderts, der darauf hinweist, wenn du jeden Morgen ein Kröte verschluckst, bist du gestärkt für alles widerliche was dir an dem Tag passieren kann.
    Diese Übung beruht auf einer Redensart des Autors Nicolas Chamfort aus dem 18. Jahrhunderts, der darauf hinweist, wenn du jeden Morgen eine Kröte verschluckst, bist du gestärkt für alles Widerliche was dir an dem Tag passieren kann. Du sollst nun morgens nicht jedes Mal eine Kröte schlucken, jedoch im übertragenen Sinne dich darauf vorbereiten. Aber wie in Aurels Zitat „Genauso wenig kann ich verärgert mit ihnen sein oder sie hassen“ gibt es bei der Übung noch einen zweiten Teil. Denn wenn du dich auf solche Begegnungen einstellst, solltest du nicht jeden abschreiben, sondern eher bereit sein mit Geduld, Versöhnlichkeit und Verständnis zu agieren.

    #goodvibestoday
  • Mittwoch – Stelle deine Absichten klar


    „Lass all deine Bemühungen von etwas leiten, dass das Ende im Blick hat. Es sind nicht die Aktivitäten, die Menschen stören, sondern die falsche Vorstellung davon macht sie verrückt.“
    — Seneca, "Von der Gelassenheit," 12.5

    Gesetz Nummer 29 aus dem Buch „Die 48 Gesetze der Macht“ sagt: Plane alles bis zum Ende.
    Robert Greene schreibt dazu: „Durch das Planen bis zum Ende wirst du nicht von Umständen überwältigt und weißt wann du aufhören sollst. Leite sanft das Schicksal und helfe die Zukunft durch Vorausschauen zu bestimmen.“
    Auch der zweite Weg aus „Die 7 Wege zur Effektivität“ sagt: Schon am Anfang des Ende im Sinn haben.
    Das Ende im Sinn haben heißt nicht, dass du es garantiert auch erreichen wirst. Das würde kein Stoiker behaupten. Aber kein Ende im Sinn zu haben ist eine Garantie dafür, dass du es nicht erreichen wirst. Für Stoiker sind falsche Vorstellungen der Grund nicht nur für einen unruhigen Geist, sondern auch für ein chaotisches und nicht funktionierendes Leben.
    Wenn deine Bemühungen nicht durch einen Sinn geleitet werden, wie willst du dann wissen was und warum du es machst? Woher willst du wissen, wann du ja und wann du nein sagen sollst? Wenn du diese Dinge nicht festlegst, wann weißt du, dass du genug hast, wann du dein Ziel erreicht hast oder ob du vom Weg abgekommen bist? Ganz einfach, du kannst es nicht. Das wird zur Folge haben, dass du scheiterst - oder schlimmer noch, du durch die Richtungslosigkeit wahnsinnig wirst.

    #clearintentions
  • Donnerstag – Sei rücksichtslos bei bedeutungslosen Dingen


    „Wie viel haben ihrem Leben geschadet, als ihnen nicht klar war, was sie verpassen. Wie viel wurde in sinnlosem Kummer, alberner Freude und gesellschaftlicher Belustigung verschwendet und wie viel ist für dich übrig geblieben? Irgendwann wird dir bewusst, dass du davor tot sein wirst“
    — Seneca, "Das große Buch vom glücklichen Leben," 3.3b

    Eines der schwierigsten Sachen im Leben ist „Nein“ zu sagen. Ob zu Einladungen, Anliegen, Verpflichtungen und den Sachen, die jeder andere auch macht. Noch schwieriger ist es nein zu manchen Emotionen wie Zorn, Aufregung, Besessenheit und Begierde zu sagen. An sich macht zwar keines dieser Dinge den Eindruck eine besonders große negative Auswirkung zu haben, aber irgendwann werden sie zu Konventionen wie alles andere auch. Wenn du nicht aufpasst, sind das genau die Wehen, die dich überkommen und dein Leben einnehmen. Wünschst du dir manchmal, du hättest etwas von deiner Zeit zurück oder dass du nicht so beschäftigt wärst? Dann fang heute an die Macht eines „Neins“ zu nutzen. „Nein, danke”, „Nein, dafür habe ich gerade keinen Kopf“ oder einfach „Nein, heute nicht“.
    Vielleicht verletzt du dadurch die Gefühle oder verschreckst jemanden und es gehört mit Sicherheit auch viel Arbeit dazu. Aber umso öfter du Nein zu bedeutungslosen Sachen sagst, desto öfter kannst du Ja zu den Dingen sagen die wirklich wichtig sind. Dadurch wirst du das Leben genießen und leben können, das du möchtest.

    #nonottoday
  • Freitag – Mache aus ‚muss ich‘ ein ‚darf ich‘


    „Die Aufgabe eines Philosophen: Wir versuchen unseren Willen mit was auch immer passiert in Einklang zu bringen, damit nichts gegen unseren Willen geschieht und dass was wir uns wünschen auch eintritt.“
    — Epiktet, "Discourses," 2.14.7

    Eine lange to-do Liste wirkt mit all diesen Dingen, die wir innerhalb eines Tages oder Woche gemacht haben müssen einschüchternd und mühsam. Eine get-to-do Liste jedoch hört sich wie ein Privileg an. Diese enthält all die Dinge, für dessen Möglichkeit sie erleben zu dürfen, wir dankbar sind. Dabei handelt es sich nicht nur ein Wortspiel, sondern ein zentraler Aspekt der philosophischen Weltanschauung.
    Versuche heute der Welt nicht deinen Willen aufzuzwingen, sondern sehe es als Gabe, dass du den Willen der Welt erfahren und darauf reagieren kannst. Stehst du im Stau? Eine wunderbare Chance ein paar Minuten nur dort zu sitzen und zu entspannen. Dein Auto hat den Geist aufgegeben? Die optimale Möglichkeit mal wieder einen langen Spaziergang zu machen. Ein Idiot, der beim Autofahren telefoniert hat dich fast umgefahren hat und dabei dich von Kopf bis Fuß mit Schlamm bespritzt? Was eine Erinnerung daran, wie prekär unsere Existenz ist und es eigentlich total albern scheint sich über etwas triviales wie Verspätungen oder die S-Bahn aufzuregen.

    #igettodoit
  • Samstag – Mach einen Spaziergang


    „Wir sollten umherziehend im freien Wanderungen machen, damit der Verstand durch frische Luft und tiefe Atemzüge genährt und erfrischt werden kann.“
    — Seneca, "Das große Buch vom glücklichen Leben," 17.8

    In einer notorischen lauten Stadt wie Rom, war es früher unmöglich Ruhe und Stille zu genießen. Der Lärm der Wagen, das Geschrei der Verkäufer und das Hämmern der Schmiede füllten die Straßen mit stechender auditiven Gewalt. Daher machten Philosophen damals oft Spaziergänge, um frische Luft zu atmen und den Kopf frei zu bekommen. Im Laufe der Jahre haben Philosophen, Autoren, Poeten und Denker erkannt, dass Spaziergänge ihnen Zeit und Raum für neue Ideen geben. Nietzsche sagte später “Nur die Ideen, die beim Gehen entstehen sind wirklich wertvoll“.
    Heute solltest du versuchen einen Spaziergang zu machen. Wenn du in Zukunft gestresst oder aufgewühlt bist, dann geh raus. Wenn du ein schwieriges Problem lösen musst oder eine schwierige Entscheidung bevorsteht, dann geh raus. Wenn du ein Telefonat führen musst, dann geh raus. Wenn du Bewegung brauchst, dann geh raus. Wenn du ein Meeting hast oder ein Freund vorbei kommt, dann geht zusammen raus.
    Wenn du so auf dich achtest und deinen Geist mit frischer Luft nährst, werden sich viele Probleme von alleine lösen. Versprochen.

    #gehraus
  • Sonntag – Eine Woche im Rückblick


    „Ich werde immer versuchen auf mich zu achten und noch wichtiger, werde ich jeden meiner Tage reflektieren. Denn genau das bringt uns Unheil - das niemand von uns, das eigene Leben betrachtet. Wir reflektieren nur das, was wir dabei sind zu tun. Und das obwohl unsere Zukunft von unserer Vergangenheit ausgeht.“
    — Seneca, "Das große Buch vom glücklichen Leben," 83.2

    In einem Brief an seinen großen Bruder Novatus, beschrieb Seneca eine nützliche Übung, die er sich von einem anderen bekannten Philosophen abgeschaut hat. Am Ende jeden Tages würde er sich verschiedene Variationen der folgenden Fragen stellen: Welche schlechte Angewohnheit konnte ich heute zügeln? Waren meine Handlungen berechtigt? Wie kann ich mich verbessern?
    Am Anfang oder am Ende des Tages, oder in diesem Falle am Ende der Woche, setzt sich der Stoiker mit seinem Tagebuch hin und rezensiert was er gemacht und gedacht hat oder was er verbessern könnte. Das ist der Grund warum "Selbstbetrachtung" von Mark Aurel ein so undurchsichtiges Buch ist. Es hatte nur den Zweck der eigenen Klarheit und sollte eigentlich keinen öffentlichen Mehrwert bieten. Stoische Übungen aufzuschreiben war und ist nämlich schon in gewisser Art und Weise deren Übung. Genau wie das wiederholte Sagen eines Gebetes es ist. Führe dein eigenes Tagebuch, egal ob es am Computer oder auf Papier ist. Nimm dir die Zeit, um dich bewusst an die Ereignisse der letzten Tage zu erinnern. Lass dich dabei nicht beirren. Nehme wahr, was zu deiner Zufriedenheit beigetragen und was sie beeinträchtigt hat. Schreibe auf, an was du gerne arbeiten würdest oder beispielsweise welche Zitate dir gefallen haben. Dadurch, dass du dir diesen Aufwand machst, ist es wahrscheinlicher, dass du dir die Sachen auch behältst. Zusätzlich hast du eine Dokumentation über deinen Fortschritt.

    #journalsunday